Online Casino Experiment geglückt, aber
es hätte schief gehen können
Wie der Saldoverlauf zeigt, ging es gleich im
ersten Online Casino (DrHo Lite) zunächst heftig abwärts.
Es lag daran, dass ich mit zu hohen Sätzen in einen
Passe/Manque-Tendenzwechsel geriet (bis zu $10 gesetzt) und mehrere
Verlustsätze in Folge hinnehmen musste. Beim Stand von -50 $
hätte ich die Partie abbrechen müssen, aber es folgte ein Gewinnlauf
mit 13 Treffern in Folge, wobei ich nicht mehr so hoch setzte. Entscheidend
war eine stabile Impair-Tendenz, aus der heraus sich eine 14er-Serie bildete.
Nach knapp einer halben Stunde war das Ziel von +5 $ erreicht.
Die nächsten drei Partien verliefen reibungslos.
Queens-Club war eine Sache von drei Minuten. Als Vorlauf verwendete
ich die Permanenz der zuvor dort gespielten Partie. Die Wechseltendenz auf
den Chancen Passe/Manque setzte sich tatsächlich nahtlos fort. Mit
Satzhöhe 1 bis 2 $ war das Gewinnziel nach sechs Coups erreicht.
Ähnlich gut klappte es im Online-Casino Geisha Lounge. Dort hatte
ich mich angemeldet, weil es für $100 Einzahlung einen Bonus in gleicher
Höhe gibt. Für die Auszahlung des Lockangebotes gilt die Bedingung,
dass man 500 Dollar Umsatz machen muss. Für das Plusziel von 5 $
benötigte ich in dieser Partie nur 7 $ Umsatz, auf sechs vorsichtige
Sätze verteilt. Nach vier Minuten war die Sache gelaufen. Hilfreich
war in diesem Fall auch der Vorlauf von 8 Coups, der zum Partiebeginn bereits
zur Verfügung stand.
Auch im Casino Club hatte ich kein Problem bei der Erreichung des Pluszieles.
Im Bereich des Französichen Roulette standen zwei virtuelle Tische zur
Verfügung, an denen bereits gespielt wurde. Zunächst buchte ich
die Permanenz vom Tisch 5 mit. Der Vorlauf ließ keine verwertbaren
Tendenzen erkennen. Deshalb wechselte ich zum Tisch 2, an dem bereits drei
weitere Teilnehmer spielten. Hier bot sich eine klare Impair-Tendenz an (Vorlauf
17, 13, 6, 9, 34, 23, 17, 21, 4, 27, 3, 25, 13, 15, 34, dann 36
(Verlustsatz auf Impair, -2 $), 11 (Impair-Treffer, +3 $), 35
(Impair-Treffer, +2 $), 24 (Impair-Verlustsatz, -2 $), 31
(Impair-Treffer, +3 $) und 11 (Gewinnsatz auf Impair, +1 $). Das
Gewinnziel wurde erreicht. Das effektive Spiel dauerte etwa 4 Minuten. Mit
Vorbuchung dauerte die Roulette-Partie eine knappe viertel Stunde.
Gerade im Casino Club läuft es bei mir besser, wenn ich kurze Partien
spiele. Aufgrund von Rückläufen in früheren Partien ist meine
dortige Bilanz im Moment negativ, aber es geht in kleinen Schritten
aufwärts. Aufgrund der meist hohen Besucherzahl bieten sich oft mehrere
offene Tische mit Vorlauf an, zwischen denen man notfalls wechseln kann.
Gerade diese Möglichkeit halte ich für sehr wichtig, denn die
traditionellen Spielbanken sind in diesem Punkt bislang noch im Vorteil
gegenüber den virtuellen Casinos.
Die nächste Partie spielte ich im Atlantic-Casino. Hier trifft
man zu bestimmten Zeiten noch mehr Roulette-Spieler an, als im Casino Club.
Die meisten Mitspieler kommen aus Malaysia oder anderen asiatischen
Ländern. Die 48 virtuellen Roulette-Tische haben jeweils nur ein Zero,
allerdings werden die Einsätze auf den Einfachen Chancen bei Zeroerscheinung
nicht geteilt. Mit bis zu $75 bietet das Atlantic-Casino einen ungewöhnlich
hohen Bonus an. Dafür muss man allerdings auch $500 einzahlen. Die
erste Partie am 18.10. erforderte 12 Satzcoups und hätte im Gleichsatz
eigentlich mit -2 Stücken geendet. Mit Überlagerungssätzen
wurde das Ziel dennoch erreicht. Die Mitspieler am Multiplayer-Tisch
6 kamen aus Malaysia, Russland und den USA.
Die nächsten beiden Partien spielte ich in etwa zeitgleich. Zunächst
startete ich die Software vom Gold Club Casino und zwei Minuten
später parallel dazu das Java-Roulette von der Seite webclub.at.
Auf diese Weise konnte die Zeit für das Abwarten der Vorlaufcoups
im Gold Club Casino sinnvoll genutzt werden. Im Webclub begann ich zunächst
mit Minimum-Sätzen von je 2 ATS, um die Permanenz weiter laufen zu lassen.
Die Satzhöhe war so gering (umgerechnet etwa 0.28 DM), dass in der
Saldografik keine Bewegung zu erkennen ist (siehe im Bereich Coup 71). Als
sich erste Tendenzen abzeichneten, wurden die Einsätze bis auf maximal
100 ATS (ca. 14 DM) gesteigert. Wie so oft gab es auch diesmal einen
schwierigen Partie-Verlauf. In den letzten 16 Coups gelang der Einstieg in
eine lupenreine Rot-Tendenz (13 Treffer, dazwischen nur 3 x jeweils bei der
Schwarz-Nase verloren), so dass das Partieziel von 72 ATS (ca. 10 DM) nach
etwa einer halben Stunde erreicht wurde.
Zwischenzeitlich ergaben sich drei Satzsignale im Gold Club Casino (nach
einem Vorlauf von 19 Coups), wodurch das Gewinnziel von 5 $ erreicht wurde.
Besonderheit bei diesem Casino: Es wird von der Firma Boss Media selbst
betrieben und gilt als eines der renommiertesten Vorzeige-Casinos im Internet.
Das Roulette ist mit Doppelzero ausgestattet. An den Multiplayer-Tischen
findet man nur selten Mitspieler, die teilweise aus exotischen Gegenden,
wie z.B. Grönland und Israel kommen. Die meisten Besucher sind amerikanische
Blackjack-Spieler.
Zwischenbilanz nach 7 besuchten Online Casinos: ca. +35 $ nach
einer Stunde und 48 Minuten (zeitliche Überschneidung mit eingerechnet).
Bislang alle Gewinnziele mit fast durchweg sehr kleinen Sätzen
erreicht.
Das achte Testcasino an diesem Tag war das
Global Player
Casino. Dieses Online Casino bietet beste Bedingungen für
EC-Systemspieler. Dazu zählen die Multiplayer-Roulette-Tische
(Französisches Roulette, Single Zero mit Teilung), an denen die
Permanenz der letzten 14 Coups gespeichert bleibt, selbst wenn alle Mitspieler
die Tische verlassen haben. Im Blackjack-Bereich werden diverse Varianten
angeboten (u.a. eine "Ein-Deck"-Version - Cardcounter sollten sich
das mal ansehen). Erwähnenswert ist die schnelle Auszahlung der Gewinne.
Am 8.Oktober forderte ich gegen 9 Uhr vormittags den Spielgewinn an.
Zuvor wurde der Einsatz zurück auf das Kreditkartenkonto transferiert.
Bereits am 17.Oktober, also nach nur 7 Werktagen, traf der
Scheck vom Global Player Casino aus Antigua
bei mir ein. Zum Vergleich: Ebenfalls am 8.Oktober hatte ich $190 (davon
$90 Gewinn) beim Boss-Casino Pharaoh's angefordert. Bis jetzt (22.10.) kam
noch keine Webdollar-Auszahlung aus Antigua.
Zum Spielverlauf: Die Buchung von zwei Multiplayer-Tischen gleichzeitig
ergab zunächst bessere Tendenzsignale am Tisch 1 (Minimum $1). Sowohl
Rot, als auch Impair waren bespielbar. Ich setzte beide Chancen, gewichtete
jedoch die Impair-Sätze etwas höher. Ausgerechnet auf Pair/Impair
kippte die Tendenz jedoch und nur die geringeren Rot-Sätze trafen. Der
Saldo schaukelte sich dadurch zunächst etwas nach unten. Zwischenzeitlich
gab es ein sehr gutes Satzsignal am Tisch 11 (Minimum $5), so dass ich dort
einen Satz auf Rot riskierte. Kurz darauf traf auch ein Überlagerungssatz
am Tisch 1. Der Partie-Saldo stand jetzt bei +6 Dollar. Mit dem
Überschussgewinn spielte ich weiter, aber der Satz ging verloren. Die
Partie endete nach etwa einer viertel Stunde beim angepeilten Ziel von +5
$.
Die neunte Partie spielte ich nochmals im Online-Casino Geisha Lounge.
Es ging mir zunächst darum, weiter Umsatz zu machen, um den $100-Bonus
demnächst einlösen zu können. Eine Manque-Tendenz lief derart
stabil, dass ich schon nach fünf Sätzen +10 $ gewonnen hatte. Dann
gab es einen Rücklauf und ich beendete die Partie beim Stand von +5
$.
Weniger glatt lief es bei Casino-on-Net. Nach einem Kurzvorlauf von
acht Coups setzte ich einer vermeintlichen Manque-Tendenz nach, was voll
daneben ging. Normalerweise warte ich sonst meist einen Vorlauf von etwa
12 bis 16 Coups ab. Passe-und Manque-Sätze lassen sich bei Casino-on-Net
nur mittels Transversalen-Kombinationen realisieren, so man
gezwungenermaßen mindestens 3 $ oder ein Vielfaches davon setzen muss.
Satzfelder für diese Einfachen Chancen sind im "größten
Internetcasino" nicht vorhanden. Kolonnenfelder wird man ebenfalls
vergebens suchen. Nach zwei Minussätzen stieg ich um auf Impair, aber
auch diese Tendenz brach im Ansatz zusammen. Nach Zwischentreffern
auf Schwarz gab es noch weitere Fehltreffer, so dass der Saldo bis auf -14
$ fiel. Die Erholung kam mit der Entstehung von Wechseltendenzen auf
allen drei EC-Paaren, wobei ich jeweils nur auf der zuvor favorisierten
Chancenseite mitsetzte. Der Wechselcoup zur vorher restanten Chancenseite
wurde jeweils ausgelassen.
In den nächsten beiden OC's spielte ich wieder teilweise
gleichzeitig bzw. wechselseitig. Da im MiniVegas Casino keine weiteren
Teilnehmer Roulette spielten, musste ich einen Tisch neu aufrufen und einige
Zeit lang auf einen Permanenzvorlauf warten. Wenn man zwei Runden lang nicht
setzt, verliert man den "Sitzplatz" am Multiplayer-Tisch. Die Permanenz setzt
sich dann nicht weiter fort. Ich nahm also erneut einen der virtuellen
Sitzplätze ein und konnte mich für die Dauer der nächsten
beiden Coups dem parallel gestarteten Online-Casino (Lasseters) zuwenden.
Um dort den Zahlenvorlauf zu bekommen, setzte ich zunächst so lange
im Minimumbereich (1 Cent), bis sich ein brauchbares Tendenzbild entwickelt
hatte. Zwischenzeitlich wechselte ich jeweils kurz zum anderen Online-Casino,
um dort den "Sitzplatz" neu aufzurufen. Nach 14 Vorlaufcoups hatte
sich bei MiniVegas eine bespielbare Impair-Tendenz entwickelt. Vorlauf: 8,
3, 19, 27, 15, 2, 23, 4, 7, 25, 19 , 25, 5, 36. Die dominante Impair-Seite
wurde jeweils nur von Pair-Einzelcoups unterbrochen. Im Sinne dieser Tendenz
war nun nach der letzten Pair-Erscheinung wieder mit einer Impair-Serie zu
rechnen. Es folgten die Zahlen 17, 15 und 31. Nach drei Sätzen auf Impair
(zwei Mal mit 2$, einmal mit 1$), war das Gewinnziel erreicht.
Ich konnte mich nur wieder auf Lasseters konzentrieren, wo die Partie
ziemlich durchwachsen begann. Der Saldo schwankte zwischen 1 und -5
Austral-Dollar. Ab Coup 17 stabilisierten sich die Tendenzen auf allen
drei EC-Paaren, so dass bis zum 25.Coup das Ziel von 10 Austral-Dollar
(umgerechnet knapp 5 $) erreicht wurde.
Das zwölfte Kasino an diesem Tag war das PlayGate Casino.
Vier Minuten nach dem Einstieg startete ich außerdem das William
Hill Casino. Anfangs wartete ich in beiden Casinos die Vorlaufcoups
ab. Bei William Hill kann man sehr gut fiktiv spielen, weil sich der
virtuelle Kessel auch ohne Umsatz in Bewegung setzen lässt. Im Gegensatz
zu anderen Cryptologic-Casinos kann man bei William Hill mit nur 1 $ Minimum
spielen (ansonsten 5 $). In den Boss-Casino, wie PlayGate, Casino-Club
usw. ist das kundenfreundliche Minimum von 1 $ Standard. Bei
William Hill hatte ich 14 Satzcoups und bei PlayGate 15 Satzcoups und es
ging von Coup zu Coup immer hin und her zwischen den beiden Online Casinos.
Bei William Hill nutzte ich eine Passe-Tendenz und bei PlayGate war
es eine sehr stabile Pair-Tendenz, die zum Erfolg führte. Fast zeitgleich
konnten beide Partien beendet werden.
Kurz vor Schluss verlor ich bei William Hill einen halben Dollar durch Doppelzero
(die Einsätze werden geteilt). Ich gab mich deshalb etwas später
mit 4.50 $ zufrieden.
Das 14. und gleichzeitig letzte getestete Casino war WomansVegas.
Mitspieler sind dort selten anzutreffen. Am 18.10. war zum Glück
bereits ein Roulette-Tisch mit Vorlauf in Betrieb, so dass ich ohne Wartezeit
sofort setzen konnte. Der Saldo schwankte anfangs mehrmals zwischen Null
und -3 $, dann führte eine lang anhaltende Schwarz/Rot-Wechseltendenz
zu einem ausreichenden Gewinnlauf bis zum Stand von +6 $.
Letzte Station an diesem Tag war nochmals das Atlantic-Casino. Eigentlich
wollte ich dort keine Einsätze mehr riskieren, sondern nur einem dort
spielenden Bekannten mitteilen, dass die virtuelle Casino-Tour erfolgreich
verlaufen ist. Die Rot-Tendenz am Tisch war jedoch derart ausgeprägt,
dass ich es mir anders überlegte. Das war der Vorlauf: 30, 34,
16, 7, 14, 34, 16, 25, 11 (Nase), 21, 19, 9, 13 (Nase), 12, 5, 23.
So ging es weiter (in Klammern jeweils die Ergebnisse der Rot-Sätze):
12 (+2), 8 (Nase abgewartet), 23 (+3), 21 (+1), 13
( -1), 16 (+2), 27 (abgewartet), 28 (kein Satz), 15 ( -3), 1 (+4),
2 (abgewartet), 8 ( -2). Beim Stand von 6 $ beendete ich die
Partie. In dieser Partie versuchte ich anfangs, ein höheres Gewinnziel
zu erreichen. Wäre ich einige Minuten eher am Tisch gewesen, wäre
das durchaus realisierbar gewesen, wie der Vorlauf zeigt. Zuletzt drohte
die Rot-Tendenz jedoch zu kippen, was sich durch die typische
Tendenzwechsel-Figur andeutete (dicht aufeinander folgende Zweier-Serien
auf der zuvor schwachen Chancenseite). In diesem Fall war es besser,
die Partie abzubrechen.
Fazit
Der Praxistest hat an diesem Tag funktioniert. Der anfängliche Fehlstart
bei DrHoLite.com hatte auch damit zu tun, dass ich anfangs
unverhältnismäßig hoch gesetzt hatte. Schade, dass ich in
den anderen Online Casinos nicht auf ähnlichem Satzniveau weiter gespielt
habe. Dieses Risiko wollte ich jedoch nicht eingehen, da ich mit höheren
Einsätzen bisher nicht so konstant gewonnen habe. Klar ist, dass
es nicht an jedem Tag so gut laufen wird. Wenn sich die Persönliche
Permanenz in einer negativen Phase befindet, wird man auch Tage erleben,
an denen man immer wieder zur falschen Zeit am falschen Ort spielt. Während
einer solchen Pechsträhne kann man mit keinem noch so ausgeklügelten
System das Glück erzwingen. Die Ergebnisse vom 18.Oktober verdeutlichen
aber, dass man auch mit kleinen Einsätzen und vielen Kurzpartien ein
ganz gutes Ergebnis erzielen kann.
Falls Sie im Moment nicht so das richtige Konzept haben oder Verluste vor
sich her schieben, probieren Sie es einfach mal aus mit kleineren Gewinnzielen
und kürzeren Spielsitzungen. Man sollte es möglichst vermeiden,
sich auf zu lang anhaltende Partien innerhalb der gleichen Permanenz einzulassen.
Das Casino kann seinen Vorteil immer dann am besten ausspielen.
Tendenz-Verläufe vom 18.10.2001
Alles nur reines Glück gewesen? Oder gibt es tatsächlich
immer wieder gleichartige Tendenzen, die man mit entsprechender Erfahrung
und einer nicht ganz starren Satztechnik mit Erfolg bespielen kann? Die
Screenshots der Permanenzanzeigen vom 18.10. sprechen für sich. |